Frühjahrstörn 2018: Von Menton nach Port Saint-Louis

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Nach einem kurzen Zwischenstopp in Imperia hole ich die französische Gastlandflagge aus dem Beutel. Frankreich empfängt uns mit Sonne, glattem Wasser und herrlichen Farben. Die Berge im Hintergrund haben tatsächlich noch Schneehauben. Wir freuen uns, wieder hier zu sein.
Gleich zu Beginn  landen wir  in einem der highlights  dieses Küstenabschnitts, dem malerischen Menton. Die Gastplätze liegen in der Einfahrt, der Hafen ist größtenteils mit Dauerliegern voll belegt. Franzosen erzählen uns, dass sie auf einen Platz an der Pier 18 (!) Jahre gewartet haben.

 

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Auf dem großartigen Markt geraten  wir schier in Kaufrausch. Endlich mal wieder Paté, französischen Käse, Baguette, Melone, sogar weißen Spargel!

 

Nur 15sm sind es bis Nizza. Auch hier ist es ratsam, einen Platz zu reservieren, denn der Hafen scheint voll belegt. Mit seiner wunderbar hergerichteten Promenade des Anglais und, zumindest morgens, noch leeren Altstadt ist Nizza ein Genuss. Wir streifen durch die Gassen, trinken unseren Café auf einer kleinen Place und schauen dem „Dorfleben“ zu: Lieferanten mit Kisten voller Muscheln und Krustentiere, Maler, die sich gegenseitig ihre Werke zeigen, Hausfrauen beim morgendlichen Plausch.

 

Nach ein paar Tagen in Port Grimaud landen wir auf Porquerolles und können wieder herrliche Spaziergänge über die Insel unternehmen.
Ein Erlebnis der besonderen Art: Jörn und Paula waren zum Spaziergang unterwegs, und ich bereitete das Abendbrot vor. In der Plicht hatte ich schon fast alles auf dem Tisch stehen, Brot, Eier, Schinken. Wegen des Windes war die Kuchenbude fast geschlossen, nur ein kleiner Durchgang noch offen. Plötzlich hörte ich oben ein heftiges Rumoren und konnte gerade noch sehen, wie eine große Seemöwe in Schräglage aus der Plicht flog. Salz- und Pfefferstreuer hatte sie umgekippt, ansonsten schien alles auf seinem Platz zu stehen. Erst später, beim Essen, fiel uns dann auf, dass der Schinken verschwunden war…  Mit Paula an Bord hätte die Möwe sich diese Aktion sicher nicht getraut. Also hat sie abgewartet, bis der Hund unterwegs war. Clever.

 

Am Schießgebiet der Marine vor Toulon kommen wir dieses Mal unbehelligt vorbei. Jörn hatte im Internet entdeckt, dass es eine Mittagspause von 12-14Uhr gibt, und die nutzen wir.

Auf der Île des Embiez  gefällt es uns wieder sehr. Die Insel hat einfach einen unwiderstehlichen Charme. Spazierwege durch vielfältige Vegetation und Blütenpracht, kleine Kiesbuchten zum Baden, klares Wasser zum Schnorcheln. Im Vergleich zu früher hat der kleine Supermarkt genug Auswahl, und es gibt gute Restaurants.

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Auf dieser Reise haben wir ungewöhnlich viele Leute zum Schnacken getroffen, was uns ja immer besonders viel Freude macht. Es liegt wohl auch an der Jahreszeit, weil jetzt die Langzeitfahrer unterwegs sind und natürlich diejenigen, die Haus und Hof an Land verkauft und sich ihr Leben ständig an Bord eingerichtet haben. So haben wir auch hier wieder netten Kontakt und gute Gespräche beim Aperitivo, eh, l‘Apéritif.

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50sm weiter landen wir am 05.06.2018 in Port Saint-Louis. Daheim in Norddeutschland ist es heißer als hier, trotzdem zieht es uns nach Hause. Auf der Hinfahrt von Deutschland nach Italien  hatten wir  beim Navi-Service unser Auto in einer Halle abgestellt. Nun wird hier die Honfleur aus dem Wasser geholt und erhält bis zum Herbsttörn einen guten Trockenplatz.

 

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